Eine der grünen Oasen in Marburg ist der 20 Hektar große (neue) Botanische Garten. Gleich im Eingangsbereich befinden sich acht Schaugewächshäuser, in welchen man die Pflanzenwelt verschiedener Regionen der Erde bestaunen kann. Es gibt das Australienhaus, das Farnhaus, das Kanarenhaus, das Karnivorenhaus, das Nutzpflanzenhaus, das Sukkulentenhaus, das Tropenhaus, das Schmetterlingshaus und das Wasserpflanzenhaus. Highlight ist der Riesentitanenwurz, dessen Blüte, wenn sie sich öffnet, immer einen Besucherandrang hervorruft. Die Freilandfläche ist in unterschiedliche Bereiche unterteilt und kann ganzjährig besucht werden. Im „Alpinum“ können Besucher Hochgebirgspflanzen entdecken. Das „Arboretum“ ist eine Baumsammlung im nördlichen Teil des Gartens und bildet den Rahmen für die Beetanlage der systematischen Abteilung und den Bereich der Heil- und Nutzpflanzen. Die Farnschlucht gilt als arten- und individuenreichste Sammlung in ganz Deutschland. Im Frühjahr laden vor allem der Frühlingswald und der dann traumhaft blühende Rhododendron-Bereich zu einem Spaziergang ein. Historisch wird es bei der Gruppe von Hügelgräbern aus der jüngeren Bronzezeit um 1000 v. Chr.: 1984 wurde hier ein Grabhügel freigelegt und überdacht. In der Mitte eines Steinkreises können Besucher die Nachbildung einer Urne aus dieser Zeit sehen.

Karl-von-Frisch-Straße
35032 Marburg